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Interview mit unserem Mitarbeiter Andreas Mittländer, Consultant Engineer am Standort Frankfurt am Main
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Mittländer: Ich bin in Frankfurt geboren und aufgewachsen und habe auch hier an der Fachhochschule meinen Abschluss in Verfahrenstechnik gemacht. Als Berufseinsteiger fing ich dann im Bereich Kläranlagenbau an und arbeitete fünf Jahre als Projektleiter, bevor mir eine Ausschreibung von FM Global in den VDI Nachrichten auffiel.
Darin war die Stelle eines Consultant Engineers ausgeschrieben, für die die unterschiedlichsten Fachleute gesucht wurden. Das hat mich stutzig gemacht. Ich habe mich gefragt, was das für eine Tätigkeit sein kann, bei der so unterschiedliche Profile erforderlich sind. Da ich seit jeher sehr vielseitig interessiert bin, habe ich mich beworben und wurde zum Vorstellungsgespräch im Rahmen eines Interviewtages eingeladen. An diesem Termin wurden mir alle Fragen sowohl von der Personalabteilung als auch vom Engineering Management beantwortet. Dies hat mein Interesse an dieser Position noch verstärkt. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich bereits am nächsten Tag ein Angebot von FM Global bekam und bald darauf die neue Stelle antrat - was nun 10 Jahre her ist.
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Mittländer: FM Global ist ein Industrieversicherer. Das bedeutet, dass wir die verschiedensten Industrien versichern. Das kann z. B. Metallverarbeitung, Papier, Holz, Pharma, Chemie oder auch Glas sein. Wenn man sich das Portfolio von FM Global anschaut, sieht man, wie vielseitig die Kunden aufgestellt sind.
Als Consultant Engineer mache ich Begehungen an den versicherten Standorten oder solchen, die noch versichert werden sollen, um die Risiken quantitativ und qualitativ bestimmen zu können. Daraus werden dann Empfehlungen abgeleitet, wie diese Risiken minimiert werden können.
Je nach Größe des Standortes kann eine solche Begehung gerne auch mal mehrere Tage dauern. Für mich ist das Tolle daran, dass man Einblick in Bereiche und Produktionsverfahren bekommt, die man sonst nie sehen würde.
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Mittländer: Genau. Grundsätzlich ist jeder Consultant Engineer für die Beurteilung der Risiken von Feuer, Explosion und Elementarrisiken ausgebildet. Weiterhin erhält jeder Ingenieur grundlegende Informationen zur Thematik Maschinenbruch und Hilfsenergien. Dies befähigt die Ingenieure, den Großteil aller Standorte betreuen zu können. Es gibt jedoch auch einige Fachgebiete, in denen spezialisiertes Wissen vorausgesetzt wird, wie z. B. Chemie/Pharma, Halbleitertechnologie, Bergbau (Mining) sowie Papier- und Holzindustrie. Ich bin hauptsächlich im Bereich Chemie/Pharma tätig. Dieser Bereich wird von unserem Team für "Special Chemical Risk" betreut. In diesem Team beschäftigen wir uns, neben den allgemeinen Risiken, ganz besonders mit der Sicherheit und den Gefahren, die sich aus der chemischen Produktion und ihren Aufarbeitungsprozessen ergeben.
Meine ersten Termine und Begehungen habe ich in kleinen Anlagen zusammen mit einem erfahrenen Kollegen gemacht. Mit der Zeit bekam ich mehr und mehr Verantwortung übertragen, was auch mit einem permanenten Weiterbildungsprozess einhergeht.
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Mittländer: Nun, FM Global ist ein tatsächlich global aufgestelltes und präsentes Unternehmen. Es kommt oft vor, dass internationale Kunden mit Standorten in der ganzen Welt von mir und meinen Kollegen in interdisziplinären und internationalen Teams betreut werden. Das läuft dann so, dass ich mir die Standorte in meiner Region anschaue und mein Bericht dann innerhalb des Teams an den Kollegen weitergegeben wird, der als technischer Kundenbetreuer (Account Engineer) den Kundenkontakt hält.
Dieser bekommt dann die Berichte der Kollegen aus den anderen Gebieten, sodass dem Kunden eine abgestimmte Gesamtstrategie vorgeschlagen werden kann, die die regionalen Besonderheiten ebenso wie die internationalen Anforderungen berücksichtigt. Wenn die strategischen Entscheidungen getroffen sind, werden diese wiederum für die einzelnen Regionen adaptiert und umgesetzt. Da von Deutschland aus derzeit 16 europäische Länder betreut werden, ist man natürlich viel unterwegs.
Darüber hinaus gibt es in den USA ein Trainingszentrum, in dem man regelmäßig zu Weiterbildungen und zum Austausch in bestimmten Fachgebieten zusammenkommt. Hier finden auch die ersten Trainings für Neueinsteiger statt.
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Mittländer: Grundsätzlich herrscht hier eine sehr offene, fast familiäre Atmosphäre. Jeder kennt die fachlichen Herausforderungen, die wir haben, und man hilft sich immer gegenseitig, wenn einer mal nicht weiterweiß. Dies gilt nicht nur für technische Fragen oder spezielle kundenorientierte Lösungsvorschläge, sondern auch für Fragen zur Organisation des täglichen Arbeitsalltags oder zu Schulungsmaßnahmen. Durch die hohe Flexibilität der Mitarbeiter ist es auch möglich, dass ein anderer für mich einspringt, falls ich z. B. einen Termin bei Kunden nicht einhalten kann.
Als Consultant Engineer bin ich nicht regelmäßig im Büro und habe dort auch keinen festen Arbeitsplatz, da ich viel unterwegs bin. Aber wenn ich da bin, gehe ich gerne mit den Kollegen zu Tisch, und wir tauschen uns auch über private Themen aus. Wir wissen voneinander, wie es uns geht und was uns momentan beschäftigt, und das finde ich toll!
Generell kann man bei FM Global davon ausgehen, dass man permanent dazulernt. Die Herausforderung besteht darin, immer auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben - gerade in der chemischen Industrie. Aber dafür gibt es ja die vielen internen und externen Schulungsmaßnahmen und den Austausch mit den Kollegen. Ich für meinen Teil lerne immer noch täglich Neues dazu.
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