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Um die betrieblichen Risiken der
versicherten Unternehmen realitätsnah zu analysieren und vorbeugende
Maßnahmen entwickeln zu können, betreibt FM Global in Rhode Island,
USA, ein Forschungs- und Test-Zentrum. Es ist mit über 6,5 km² das weltweit
größte Zentrum seiner Art und zugleich die erste Einrichtung, in der
wissenschaftliche Studien zur Schadenverhütung sowie Produktprüfungen
unter realen Bedingungen durchgeführt werden. Dazu beschäftigt FM Global
insgesamt über 1.500 qualifizierte Wissenschaftler und Ingenieure und kooperiert
mit zahlreichen Unternehmen. FM Global ist führend in der Entwicklung von
Lösungen zur Schadenverhütung.
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Das in den 1960er Jahren errichtete, 2003
modernisierte und 2009 nochmals deutlich erweiterte Institut gilt
als eines der innovativsten Forschungs- und Test-Zentren der Welt.
Unsere Wissenschaftler und Ingenieure forschen in vier großen
Laboren in den Bereichen Brandschutztechnik, Elementargefahren,
Elektrogefahren und Hydraulik.
Jedes Labor ist ausgestattet mit modernster Technik und wurde gemeinsam
mit Unternehmen der Industrie entworfen. So ist gewährleistet,
dass die Erfordernisse aus der Praxis der Unternehmen stets
berücksichtigt werden. Besonders beeindruckend ist der Explosionsbunker,
in dem die verheerenden Auswirkungen von Staubexplosionen demonstriert
und untersucht werden können. In einem neuen Multimedia-Informationszentrum
für Besucher können wir unseren Kunden mit einem High-Definition-Projektionssystem
Aufnahmen und Ergebnisse unserer Forschungsarbeiten und Produkttests präsentieren. |
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In diesem Forschungs- und Test-Zentrum kann fast jede Art eines
betrieblichen Schadenfalls realitätsnah inszeniert werden: Feuer, Explosion,
Überschwemmung oder andere Naturkatastrophen. Die Erkenntnisse aus diesen Versuchen
können wir gemeinsam nutzen, um Risiken zu erkennen und daraus resultierende
Schäden zu minimieren. Viele der bei FM Global durchgeführten Tests und Studien
trugen bereits dazu bei, neue Standards und Techniken zur Schadenvorbeugung zu entwickeln.
Die Erfahrungen aus fast 50 Jahren realitätsnaher Forschung und die Fähigkeit,
kostengünstig verlässliche Ergebnisse zu erzielen, machen unser Forschungs- und
Test-Zentrum zu einem wichtigen Teil der weltweiten Schadenverhütung. Ständige
Erweiterungen und Modernisierungen stellen dabei sicher, dass FM Global immer gerüstet
ist für die Nachfrage der Unternehmen nach vorbeugenden Lösungen – eine Nachfrage,
die im Zusammenhang mit der fortschreitenden Globalisierung und den zunehmenden Risiken
für die Lieferketten permanent steigt.
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Das 10.033 m² große Brandtechniklabor ist weltweit
die größte Anlage ihrer Art und bietet die Voraussetzungen für höchste
Testqualität. Hier können wirklichkeitsgetreue Lagerbrände mit einer
Wärmefreisetzung von bis zu 1.000 °C simuliert und erforscht werden. Außerdem
sind gleichzeitig mehrere Brandversuche durchführbar. Zwei 25 x 25 Meter große
bewegliche Decken erlauben die Simulation von Lagerkonfigurationen zwischen 1,5 und 18 Metern
Raumhöhe. Neben diesen Installationen für Versuche im
Originalmaßstab stehen mehrere Laboratorien für Versuche in kleineren Maßstäben
zur Verfügung. Das ermöglicht den Brandschutzforschern, die Gefahren in verschiedenen Konstellationen
zu untersuchen.
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Brände sind weltweit die häufigste Ursache von Sachschäden.
Große Schäden lassen sich jedoch oft durch risikogerechte Sprinkleranlagen verhindern.
Hierfür leistet das Hydrauliklabor einen entscheidenden Beitrag. Durch die Einführung
von Leistungskriterien und umfassende Testverfahren haben die FM Global Ingenieure bereits
maßgeblich zur Entwicklung von FM Global geprüften Brandschutzeinrichtungen beigetragen.
An den Bedürfnissen unserer Kunden orientiert, zielen die im Hydrauliklabor durchgeführten
Tests auf einen effektiven, kostengünstigen und flexiblen Brandschutz. Getestet werden die
hydraulischen und mechanischen Funktionalitäten von Sprinklern, Kupplungen und Schiebern.
Durch Prüfung der Brandschutzanlagen unter verschiedenen Umweltbedingungen kann sichergestellt
werden, dass alle Bestandteile auch im Unternehmen bei Bedarf ordnungsgemäß funktionieren.
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Stürme, Überschwemmungen und Hagel verursachen in Unternehmen immer
wieder große Sachschäden. Diese lassen sich spürbar reduzieren, denn im FM Global
Forschungs- und Test-Zentrum können widrigste Wetterbedingungen simuliert werden, um ihren
Einfluss auf verschiedene Baumaterialien zu testen. Daraus lassen sich Empfehlungen ableiten, wie
Gebäude für solche hohen Belastungen vorbereitet werden können.
Im insgesamt 6.500 m² großen Elementargefahrenlabor können zum Beispiel Windgeschwindigkeiten
von bis zu 260 km/h erzeugt werden, um vorrangig Glas- und Dachsysteme zu testen. Mit einer Hagelkanone
wird die Wirkung schwerer Hagelschauer simuliert. Eine Trümmerkanone dient den Ingenieuren dazu, Holzteile
auf Bauverkleidungen, Fenster und Türen zu schießen, um die Widerstandskraft gegen umherfliegende
Trümmer bei schweren Stürmen zu untersuchen.
Weiter verfügt das FM Global Forschungs- und Test-Zentrum jetzt auch über eine
Erdbeben-Simulations-Anlage, die einzige in der gesamten Versicherungswirtschaft. Sie ermöglicht umfangreiche
Forschung und Produkttests mit Objekten von bis zu 2 Tonnen Gewicht.
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Elektrische Zündquellen gehören zu den Hauptursachen für
Brände und Explosionen. Daher ist es eine der wichtigsten Aufgaben von FM Global,
die Entstehung dieser Schäden genau zu untersuchen und zu erforschen. Mit Messgeräten,
die dem neusten Stand der Technik entsprechen, werden im Elektrogefahrenlabor
Prozesskontrollsysteme, Test- und Messanlagen, Beleuchtungsanlagen und industrielle
Materialtransportanlagen getestet.
Im Explosionsprüfstand werden größere Einhausungen und Motoren elektrischer
Geräte getestet. Ein weiterer Prüfstand dient hydrostatischen Druckprüfungen,
und eine Salznebelkammer beschleunigt die Korrosion von Metall. Alle Tests dienen dazu, unsere
Kunden vor Explosionen und weiteren Schäden durch elektrische Zündquellen zu schützen.
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